20 Dinge, die ich mit 20 gelernt habe – Eine Selbstreflexion

20 Dinge, die ich mit 20 gelernt habe – Eine Selbstreflexion

20. So fühlt sie sich also an, diese runde, schöne Zahl. Als ich jünger war, dachte ich irgendwie, 20 würde sich anders anfühlen. Erwachsener. Aber erwachsen, so wie ich es mir immer vorstelle, fühle ich mich nicht wirklich. Natürlich, ich bin selbstständiger, reifer, im Kopf irgendwie „weiter“, als noch vor ein, zwei Jahren. Aber fühlt sich Erwachsensein wirklich so an? Keine Ahnung.

20. Ich muss zugeben, ich habe in meinem vergangenen Lebensjahr innerlich einen großen Sprung gemacht, das merke ich extrem – im Alltag, aber auch in mir drin. Ich habe für dieses Jahr beschlossen, den Fokus mehr auf mich, meine Ziele und meine Beziehung zu mir selbst zu setzen, als auf andere Menschen oder andere Dinge. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, es wird einfach mal Zeit. Ich habe das Gefühl, ich habe mich selbst schon ein bisschen zu lange an die zweite Stelle gesetzt. Mit diesem neuen Fokus kommt für mich auch automatisch die Notwendigkeit, über mich selbst und über alle Dinge, die ich bis jetzt so gelernt habe zu reflektieren. Hier sind sie also, 20 Dinge, die ich mit 20 gelernt habe:

      1.  Du musst den Mund nicht aufmachen, wenn dir nicht danach ist. 

Reden. Reden ist wichtig, klar. Mir ist nur eben nicht immer danach und ich habe gelernt, dass es in Ordnung ist, auch einfach mal nichts zu sagen und mich selbst mit Dingen auseinanderzusetzen. Das bedeutet nicht, dass ich alles immer in mich reinfresse. Für mich heißt das nur, dass ich mich nicht dazu zwinge, den Mund aufzumachen, wenn ich das nicht zu 100% möchte. Ich habe mich im letzten Jahr oft dazu gezwungen gefühlt, Menschen hineinzulassen und über meine Gefühle, Ansichten oder Gedanken zu sprechen. Natürlich ist es oft hilfreich, sich mit seinem Gegenüber auszutauschen und Dinge anzusprechen, die mich beschäftigen. Manchmal ist es aber auch einfach besser für mich, es nicht zu tun. Das ist okay und es muss auch niemand verstehen.

      2.  Du darfst verzeihen, wem du willst.

Ich kann Menschen verzeihen und ich finde, das ist eine schöne Eigenschaft an mir. Das „Problem“, mit dem ich mich dabei schon oft auseinandersetzen musste war, dass meine Mitmenschen mir immer wieder klarmachen wollten, dass die betroffene Person meine Vergebung nicht verdient. Aber wer hat das zu entscheiden, wenn nicht ich? Es muss doch niemand verstehen, warum ich mich dazu entscheide, die Vergangenheit auch vergehen zu lassen. Wenn es für mich in Ordnung ist und mir guttut, ist doch alles perfekt. Ich darf verzeihen, wem ich will, egal was auch passiert ist.

      3.  Es ist okay, wenn du ohne Grund traurig bist.

Vielleicht ist es einfach ein Teil meiner Persönlichkeit, dass ich oft eher das Negative sehe, statt mich auf das Positive zu konzentrieren. Vielleicht hat es aber auch mit allem zu tun, was ich bis jetzt so erlebt habe. Ich bin öfter traurig, ohne Grund. Einfach so. Ich weiß nicht warum, ich weiß nicht, wie lange es anhält. ich bin einfach traurig und kann es in diesem Moment nicht ändern. Und das muss ich auch gar nicht. Ich muss einer anderen Person nicht schildern können, was da gerade in mir vorgeht. Es ist so, wie es ist und irgendwann wird es schon vorbeigehen.

      4.  Du musst dich nicht mit allen verstehen. 

Ich verstehe mich gerne gut mit Menschen, wer auch nicht? Es bestärkt mich, wenn ich weiß, dass ich gemocht und angenommen werde. Was mir mit der Zeit aber klar geworden ist: Ich muss mich nicht mit jedem verstehen. Es ist völlig okay, wenn eine bestimmte Person nichts mit mir und meiner Art anfangen kann. Ich muss mich nicht verbiegen und um jeden Preis versuchen, sie umzustimmen. Wer mich nicht mag, mag mich eben nicht. Solche Menschen brauche ich dann so oder so nicht in meinem Umfeld.

      5.  Fortschritt ist besser, als Perfektion.    

Ich bin durch und durch perfektionistisch. Das ist an sich keine schlechte Eigenschaft, denn sie hilft mir oft dabei, Dinge gut zu machen und nicht aufzugeben, wenn ich nicht wirklich zufrieden bin. Perfektionismus kann aber auch wahnsinnig anstrengend sein und sogar bremsen. Ich habe gelernt, mich eher auf den Fortschritt zu konzentrieren, als darauf, dass alles perfekt sein muss. Das kann es nämlich nicht immer. Es ist okay, wenn ich es mal nicht schaffe, zwei Posts in einer Woche zu veröffentlichen, auch, wenn ich mir das eigentlich vorgenommen habe. Wenn meine Texte nicht immer genau so sind, wie ich es mir vorgestellt habe, ist das eben so. Kein Stress, wenn ich nicht alles schaffe, was ich eigentlich wollte.

      6.  Du verpasst nichts, wenn du mal nicht dabei bist. 

Ich unternehme gerne Sachen mit meinen Freunden. Ich bin aber gleichzeitig auch gerne alleine. Manchmal brauche ich einfach Ruhe und Zeit für mich. Irgendwie hat sich in meinem Kopf aber verankert, dass ich extrem viel verpasse, wenn ich mich mal dazu entscheide, Zuhause zu bleiben. Oder, dass dann alle denken, ich wäre langweilig. Was für ein Unsinn, oder? Nur, weil ich mal nicht mitziehe, heißt das nicht, dass alle schlechter von mir denken. Ich habe gelernt, auf mich zu hören und das zu machen, wonach mir ist.

      7.  Du musst Menschen gehen lassen, wenn sie dir nicht guttun. 

Es gibt einfach Menschen, die mich nicht verstehen und mir nicht guttun. Es ist okay und sogar sehr wichtig, solche Menschen gehen zu lassen. Auch, wenn es wirklich schwer sein kann.

      8.  Es ist nicht egoistisch, auch mal an dich zu denken.

Ich denke meist eher daran, wie es den anderen geht, als mich auf mein Empfinden zu konzentrieren. Ich mag das zwar an mir, allerdings ist es auch nicht gut, sich selbst völlig außen vor zu lassen. Wenn ich also das nächste Mal an mich denke, ist das kein Egoismus, sondern Notwendigkeit.

      9.  Du kannst nicht immer allen helfen.

Es erfüllt mich, wenn ich für meine Mitmenschen da sein kann. Ich tendiere allerdings oft dazu, die Probleme der anderen auch zu meinen eigenen zu machen und mir ständig den Kopf darüber zu zerbrechen, was ich tun könnte, um zu helfen. Ich habe gelernt, dass ich nicht immer helfen kann, auch, wenn es eine nette Geste ist.

    10.  Du musst dich von der Meinung anderer nicht verunsichern lassen.

Das ist ein sehr wichtiger Punkt für mich. Ich stehe zwar zu meiner Meinung, doch die Sichtweise oder die Gedanken von anderen verunsichern mich öfter. Ich arbeite daran, mich von anderen Standpunkten nicht mehr aus der Ruhe bringen zu lassen.

    11.  Du solltest Dinge nicht immer so zu dir nehmen.

    12.  Gib auch mal die Kontrolle ab.

    13.  Hör darauf, was dein Körper dir sagt.

    14.  Du verdienst es, mit Respekt behandelt zu werden. 

    15.  Du musst keine Angst davor haben, große Träume zu haben. 

    16.  Es ist okay, wenn es dir schwerfällt, dich selbst zu akzeptieren. 

    17.  Du darfst auch mal stolz auf dich sein. 

    18.  Niemand darf dir vorschreiben, wie du zu sein hast. 

    19.  Nur weil du eine Frau bist, heißt es nicht, dass du nicht stark bist. 

    20. Es ist in Ordnung, verletzlich zu sein. 

20 Jahre, 20 Lebenslektionen. Ich bin gespannt, was mir das kommende Lebensjahr so beibringt.

Frei machen für mehr Positivität – Ich reiße mich los

Frei machen für mehr Positivität – Ich reiße mich los

Beitragsbild: Céline Ortmann

 

Frei machen … Ich reiße mich los

Von euren Blicken, die mich und jede meiner Bewegungen analysieren. Von euren Worten, die so verletzend sein können, ohne, dass ihr es merkt. Von eurem Verhalten, das an das von Kindern erinnert, die es einfach nicht besser wissen. Frei machen.

Ich reiße mich los

Von dem Gefühl, alle Erwartungen erfüllen zu müssen. Von dem Gefühl, immer präsent sein zu müssen. Von dem Gefühl, immer antworten zu müssen. Frei machen.

Ich reiße mich los

Von meinen Ängsten, die mich immer noch zurückhalten. Von meinem Selbstbild, dass viel zu viele schwarze Flecken enthält, statt bunte Farben zu zeigen. Von meinen Sorgen, die mein Gedankenmeer fluten. Frei machen.

Ich reiße mich los

Von deinen Ängsten, die dich immer noch zurückhalten. Von dem Gefühl, dir nicht gut genug zu sein. Von dem Gefühl, dich einseitig zu lieben. Frei machen.

Ich reiße mich los

Von dem Druck, immer perfekt aussehen zu müssen. Von dem Druck, alles über mich preisgeben zu müssen. Von dem Druck, online zu sein. Frei machen.

Ich reiße mich los

Von schlechter Energie. Von Zweiflern und Pessimisten. Von leeren Anschuldigungen. Von Gerüchten.

Ich reiße mich los

Von Aussagen, wie „Du bist egoistisch“. Von Aussagen, wie „Du wirkst nicht interessiert“. Von Aussagen, wie „Was du sagst, macht keinen Sinn.“

Ich reiße mich los 

Von der Überzeugung, dass ich innerlich schwach und gebrechlich bin. Von der Überzeugung, dass ich meine Träume vielleicht doch nicht erfüllen kann. Von der Überzeugung, dass ich besser sein muss.

Ich reiße mich los

Von allem, das nicht zu meinem Weltbild passt. Von allem, das nicht zu meinem Selbstbild passt.

Ich reiße mich los 

Von mir, von meinem alten Selbst.

Und ich bin frei.

Zeit – Wie viel bleibt dir noch?

Zeit – Wie viel bleibt dir noch?

Laut Tracking-App habe ich heute bereits 3 Stunden und 42 Minuten an meinem Handy verbracht. Vor einer Woche bin ich für mein Auslandssemester nach Madrid gezogen – meine Freunde und meine Familie sind alle in München. Klar, ich möchte mit Ihnen in Verbindung stehen, möchte wissen, was abgeht, auch, wenn ich gerade nicht persönlich da bin. Instagram, Facebook und Snapchat dürfen natürlich auch nicht fehlen – woher soll ich sonst wissen, wo die hippen Spots von Madrid sind?

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Allein, zu zweit.

Allein, zu zweit.

Ich kann es nicht so genau beschreiben, aber es ist etwas ganz Besonderes, allein zu sein, mit dir.

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Zukunft – Wo will ich hin und was wird aus dem Blog?

Zukunft – Wo will ich hin und was wird aus dem Blog?

Vor nicht allzu langer Zeit hat mich eine Freundin gefragt, wie ich mir eigentlich die Zukunft meines Blogs vorstelle, was ich erreichen möchte, ob ich daraus „etwas Größeres“ machen will. Beitrag ansehen