Winterdepression – Warum wir im Herbst traurig werden

Winterdepression – Warum wir im Herbst traurig werden

Sobald es draußen kälter wird und sich die Sonne kaum mehr blicken lässt, ist schlechte Stimmung bei vielen von uns vorprogrammiert. Hello, Herbstblues und Winterdepression. Es ist gar nicht so einfach, sich während der kalten Monate aufzuraffen und nicht in ein Loch zu fallen. Aber wie entstehen solche Verstimmungen überhaupt? Und was können wir dagegen tun?

Das Phänomen der Winterdepression ist der Medizin nicht neu. Es wird in diesem Zusammenhang auch von der saisonal abhängigen Depression, kurz SAD gesprochen. Auslöser für den Winterblues ist vor dabei allem eins: Lichtmangel. In der kalten Jahreszeit geht die Sonne früher unter – es bleibt länger dunkel, am Tag ist der Himmel oft grau und neblig. Für unsere innere Uhr ist das eine riesige Umstellung – diese signalisiert uns, wann Tag und wann Nacht ist. Die ständige Dunkelheit führt dazu, dass unser Körper vermehrt das Schlafhormon Melatonin produziert, auch, wenn wir längst wach sind. Dadurch fühlen wir uns müde und energielos. Die Motivation sinkt und die Stimmung verschlechtert sich.

Auch ein weiteres Hormon kann dazu beitragen, dass wir in ein Stimmungstief fallen: Serotonin. Das sogenannte Glückshormon wird nämlich vorwiegend durch das Sonnenlicht aufgenommen. Vereinfacht erklärt heißt das also:

Weniger Sonne = weniger Serotonin = schlechtere Stimmung.

Aber was können wir nun gegen Winterdepression und Herbstblues tun? Keine Sorge, es gibt einfache Tipps, die die Laune wieder aufbessern:

1. Rausgehen

Es ist gar nicht so leicht, sich bei schlechtem Wetter nach draußen zu trauen. Aber es lohnt sich! Bei einem Spaziergang fühlen wir uns nicht nur frischer – wir geben unserem Körper auch die Möglichkeit, Tageslicht zu tanken.

2. Lichttherapie

Nicht immer reicht es aus, eine Runde spazieren zu gehen, um den Lichtmangel auszugleichen. Deshalb kann Lichttherapie bei einer Winterdepression eine gute Lösung sein: Dafür gibt es spezielle Tageslichtlampen, die extrem hell leuchten. Um anhaltende Effekte zu erzielen, sollte täglich ein „Lichtbad“ vor einer solchen Lampe genommen werden.

3. Aktiv bleiben

Bestimmt kennt ihr dieses Glücksgefühl, das den Körper nach einem anstrengenden Workout durchströmt. Genau dieses Gefühl wirkt dem Herbstblues super entgegen! Forscher haben herausgefunden, dass Bewegung zu den besten Antidepressiva zählt. Also: Auch während der kälteren Monate ausreichend bewegen.

4. Ernährung

Auch die Ernährung spielt im Zusammenhang mit der Stimmung eine wichtige Rolle. Natürlich ist es nicht nur im Winter wichtig, ausgewogen zu essen. Doch die richtigen Lebensmittel können vor allem in dieser Jahreszeit helfen, die Winterdepression zu überwinden. Vor allem Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sollten Teil einer gesunden Ernährung sein. Außerdem kann überlegt werden, Vitamin D zu supplementieren. Dafür sollte am besten Absprache mit einem Arzt gehalten werden.

Auf meinem YouTube Kanal findet ihr zu diesem Thema ein passendes Video, schaut es euch gerne an!

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