Meine kleine Insel

Manchmal sitze ich einfach nur da, sitze da und mache Nichts, außer zu atmen, zu blinzeln und meine Gedanken an mir vorbeiziehen zu lassen.

In solchen Momenten gibt es nur mich, meine Gedanken und das, was mich umgibt. Es hat etwas sehr Beruhigendes, sich so von der Außenwelt verschlucken zu lassen, nur auf den Moment zu achten und voll und ganz bei sich zu sein. Diese Momente sind für mich wie eine kleine Insel, auf die ich mich zwischen den Sorgen des Alltags flüchten kann, um runterzukommen und neue Energie zu tanken.

Ich bin ehrlich, es fällt mir nicht immer leicht, loszulassen und einfach nur zu sein. Es ist eine Art der Meditation. Dabei geht es mir auch gar nicht darum, meine Gedanken zu verdrängen. Denn wer schon einmal krampfhaft versucht hat, nicht nachzudenken, wird höchstwahrscheinlich gemerkt haben, wie unmöglich das für einen ungeübten Menschen sein kann. Nein, es geht mir darum, mir einfach ein paar Minuten Zeit zu geben, um in mich selbst hinein zu hören und sich mit mir selbst, mit meinem wahren Selbst zu verbinden. Diese Anna weiß, was zu tun ist, wenn ich mir Sorgen mache. Sie sitzt tief in meinem Inneren und wartet nur darauf, mir mein wahres Potenzial und die für mich richtigen Entscheidungen zu zeigen. Wenn ich das Gefühl habe, ich würde im Stress des Alltags versinken, ständig gehetzt und angespannt, dann ist meine kleine Insel wie ein Kurzurlaub für meine Seele. Ich kann mich selbst besser verstehen, seit ich diese kleine Insel besuche. Manchmal wünschte ich, sie wäre echt. Dann fällt mir aber auf, dass sie schon echt ist. Ich erschaffe mir meine eigene Wirklichkeit. Eine, in der ich mit mir selbst und mit dem, was mich umgibt im Reinen bin. Das hilft, wenn die Welt da draußen wieder einmal zu chaotisch und zu schnell für mich ist.

Und du? Hast du deine eigene kleine Insel?

Ein Kommentar zu „Meine kleine Insel

  1. Ja, habe ich, liebe Anna. Es ist sogar ein eigenes Land, das ich das Land meiner Träume nenne und das ich schon in meinen Kindertagen aufzubauen begonnen habe. Einige meiner Blogeinträge erzählen von diesem Land. … – Es ist für mich ein ganz wichtiger Zufluchtsort, nach wie vor – in meinen schwersten Zeiten war es sogar existenziell wichtig für mich.

    Mittlerweile wohnen ein paar Menschen mit in „meinem“ Land – meine Seele, mein Herz haben sie dahin eingeladen, und so hat mein Land nun sogar wunderbare Gesichter, mir liebe Bewohner, Mitbewohner.

    Kleine Inseln zu haben und zu finden, ist so sehr wichtig. Ich hatte gerade während der letzten Tage die schöne Erfahrung, die eine oder andere finden zu können, ohne suchen zu müssen.

    Deinen Eintrag kann ich sehr, sehr gut nachvollziehen. Er gefällt mir sehr. – Dein Sehnen, Dein Erschaffen Deiner eigenen kleinen Welt auch.

    Insoweit sind wir ein klein bisschen „verwandt“ , glaube ich. 😉

    Ich wünsche Dir viele schöne Inselmomente, vor allem immer dann, wenn sie Dir nötig sind.

    Ganz liebe Grüße an Dich!

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