Ausmisten ist Kopfsache

Ausmisten ist Kopfsache

Wo beginnt Minimalismus? Beschränkt er sich rein auf den Konsum oder den Besitz? Ich mache mir in letzter Zeit viele Gedanken darüber, wie ich im Moment so lebe. Worauf setze ich meinen Fokus? Ist das richtig so? Macht mich das glücklich?

Wenn ich so darüber nachdenke, dann fällt mir Eines ganz besonders auf: ich mache mir oft ZU viele Gedanken. Das ist nichts Neues, ich war schon immer so. Egal, um was es geht, ich zerbreche mir fast immer so sehr den Kopf, dass ich gar nicht zur Ruhe komme. Oft entstehen dabei in meinem Kopf alle möglichen (überwiegend negativen) Szenarien und ich setze mich selbst so unter Druck, dass ich von Sorgen überflutet werde, nur, um letztendlich zu merken, dass alles doch gar nicht so schlimm war, wie ich dachte: ich setze meinen Fokus falsch. Statt Situationen einfach auf mich zukommen zu lassen oder erst einmal ruhig zu bleiben, male ich sofort den Teufel an die Wand und stelle mir vor, was alles schief laufen könnte. Meine Freunde kennen diese Seite an mir und ich höre wirklich oft den Satz: “Ich verstehe gar nicht, wozu du dir Sorgen machst. Das ist doch alles nicht so schlimm” oder “Schau doch einfach erstmal”.

“So bin ich eben.”

denke ich mir dann immer. Aber eigentlich haben sie ja Recht. Warum mir Sorgen machen, wenn ich auch einfach abwarten könnte? Wenn ich an Minimalismus denke, dann kommen mir erstmal ausgemistete Kleiderschränke, offene Räume und glückliche Menschen in den Sinn. Aber warum sind Minimalisten denn glücklicher? Nur, weil sie weniger besitzen? Ich denke, Minimalismus bezieht sich auch auf den Kopf – vor allem auf den Kopf. Es hat ganz stark damit zu tun, mit welcher Einstellung man durch das Leben geht, welche Gedanken man hat und auf welche Dinge man sich konzentriert. Statt meinen Fokus auf das Negative zu setzen, möchte ich einen Mehrwert aus allem ziehen und daran wachsen.

Letztens habe ich auf Pinterest einen Post gesehen, der diese Situation sehr gut beschrieben hat. Darauf stand:

“Positiv zu denken bedeutet nicht, dass du jeden Tag gut drauf sein musst. Es bedeutet nur, dass du dir an schlechten Tagen bewusst machst, dass auch wieder gute Tage kommen.”

Positiv denken, das ist, die falschen Gedanken auszumisten. Die kleinen Monster, die uns ein schlechtes Gewissen bereiten oder uns runterziehen einfach rauszuwerfen. Ich möchte es schaffen, mit meinen Gedanken “minimalistischer” zu werden und mich darauf zu konzentrieren, solche zuzulassen, die mich glücklich machen und mir helfen, als Person zu wachsen.

 

 

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