Ganz minimal. | 46/365

„Minimalismus (der) ist die Beschränkung auf das Nötigste und das Wesentliche. Speziell in bildender Kunst, Architektur und Musik beschreibt der Begriff eine Reduktion auf möglichst wenige Elemente und den Verzicht auf schmückendes Beiwerk. Inzwischen kann der Begriff auch in anderem Kontext verwendet werden.“

neueswort.de

Schon seit längerer Zeit interessiert mich der Minimalismus als solcher wirklich sehr. Es klingt für mich unglaublich reizvoll, in unserer Konsumgesellschaft einfach mal runterzuschrauben und sich in Sachen Besitz auf das Nötigste zu beschränken – ganz minimalistisch eben. Angefangen mich mit dem Thema Minimalismus auseinanderzusetzen habe ich, als ich gemerkt habe, wie viele Kleidungsstücke ich in meinem Schrank horte, die ich eigentlich nie trage. Das ist doch aber wirklich schade um die Sachen, oder? Natürlich, ich miste ab und zu mal aus – aber von Regelmäßigkeit kann man da nun wirklich nicht sprechen. Tag für Tag entscheide ich mich bei der Wahl des Outfits eigentlich nur für meine Lieblingsteile. Wäre es nicht wunderbar, wenn der eigene Kleiderschrank ausschließlich aus solchen Lieblingsteilen bestehen würde?

Schubladen, Kisten und Überfluss

Nachdem ich über meinen Kleiderschrank nachgedacht habe, sind mir immer mehr Bereiche in meinem Zimmer aufgefallen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie überfüllt sind. Wir kennen es alle – die verstopfen Schubladen, in die immer mehr hineingelegt wird, ohne dass einem wirklich bewusst ist, was sich überhaupt schon dort befindet. Oder diese verlockenden Verstecke: unter dem Bett, in Kisten, auf Schränken. Mein Zimmer sieht nach außen wirklich sehr ordentlich aus – ich erhalte regelmäßig Komplimente für meine strikt gehaltene Ordnung. Ich bin jedoch auch die Einzige, die sich bewusst ist, was für ein Chaos im Verborgenen eigentlich regiert. Das möchte ich in Angriff nehmen, denn allein der Gedanke, dass ich so unglaublich viele Dinge besitze, für die ich keine Verwendung (mehr) habe und sie einfach nur nicht entsorge, macht mich ein wenig nervös.

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Zu viele Gedanken, zu wenig Platz

Eines der Argumente, welches von den meisten Minimalisten – egal, ob auf YouTube, Instagram oder klassischen Blogs – oft genannt wird ist, dass eine minimalistische Lebensweise den Gedanken sehr viel Freiraum lässt. Logisch – wo viel Platz zur Verfügung steht und wenig ablenken kann, kann auch besser gedacht werden, als in einem Raum, der total überfüllt ist. Der eigenen Kreativität soll zudem ein richtiger Schub gegeben werden. Wer mich gut kennt, weiß, wie sehr ich es liebe, organisiert zu sein, zu denken und kreativ zu arbeiten. Die Idee des Minimalismus klingt für mich also nicht nur sehr verlockend – ich denke auch, dass er meinem ganzen Arbeitsverhalten und meiner Lebenseinstellung einen neuen Charakter verleihen könnte.

Step by Step

2018 fühlt sich bisher anders an, als alle anderen Jahre zuvor. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich dieses Jahr mit einer anderen Einstellung begonnen habe, als sonst. Ich möchte mir selbst viel Freiraum schaffen, für Dinge (und Menschen) die mir wirklich wichtig sind. Ich möchte kreativ sein, an meiner Zukunft arbeiten (an der privaten, aber auch an der beruflichen) und ich fühle mich generell inspirierter, als sonst. Mein Plan ist es jetzt also, selbst ein wenig in den Minimalismus einzutauchen und ein bisschen herumzuexperimentieren, wo und wie ich ihn in meinem Leben am besten anwenden kann. Dafür ist auch diese Kategorie gedacht – hier werde ich Updates veröffentlichen zu meinen eigenen Erfahrungen, ganz nach dem Motto „weniger ist mehr“.

Inspiration

Zur Inspiration für mich selbst (und hoffentlich auch für Andere!) habe ich mir eine neue Pinnwand Minimal auf Pinterest erstellt – schaut dort auch gerne vorbei 🙂


WOFÜR ICH HEUTE DANKBAR BIN:

Dafür, dass sich der Tag total stressfrei und dennoch sehr produktiv angefühlt hat.

Dafür, dass endlich wieder ein paar Sonnenstrahlen das Innere meines Zimmers erreicht haben (denn rausgehen kann ich immer noch nicht).

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