Stolz auf mich.

Stolz auf mich.

All our dreams can come true if we have the courage to pursue them. – Walt Disney

Dieses Zitat ist so simpel, so offensichtlich und doch so wahr.

Ich denke sehr oft über die Träume nach, die ich habe. Stundenlang könnte ich mir ausmalen, wie mein “perfektes Leben” aussehen würde, wie viel Erfolg ich einmal haben könnte oder wie viel von der Welt ich sehen dürfte.

Oft ist es aber gar nicht so einfach, an sich selbst zu glauben. Ich persönlich finde das in Wirklichkeit sogar eher schwierig. Ständig sind wir einem gewissen Konkurrenzkampf ausgesetzt – es gibt so viele Menschen, die schon längst das erreicht haben, was man sich am Sehnlichsten wünscht und man ertappt sich dabei, ein wenig neidisch auf deren Leben zu gucken und sich zu denken “Warum habe ich das nicht?” oder “Was mache ich falsch?”

Besonders durch die verschiedenen Social Media Plattformen (wie v.a. Instagram) erhalten wir Einblicke in das Leben tausender Menschen. So viele von ihnen haben ein eigenes Unternehmen, sind Blogger oder Model und verdienen damit ein Vermögen. Man sieht Schauspieler, Sänger, Entertainer. Die Liste der Erfolgreichen könnte noch ewig weitergehen. Wie soll man es bei so einer Konkurrenz bloß irgendwie schaffen, seine Träume auch nur im Ansatz zu erreichen?

Solche Gedanken hatte ich auch sehr sehr lange. Ständig habe ich mich verglichen, habe mich nur auf das konzentriert, was ich nicht hatte, aber unbedingt haben wollte. Ratet mal wie weit mich das gebracht hat? …

Was ich über das Jahr hinweg gelernt habe, ist, dass man sich selbst Zeit geben muss. Viel Zeit. Gleichzeitig muss man aber auch an sich glauben und egal, wie holprig der Weg ist, am Ende kommt man ans Ziel.

Seit ich ein kleines Mädchen bin, träume ich davon, Schauspielerin zu werden. Als Kind war ich Teil eines Chors, bei dem ich regelmäßig in Musicals vor einem großen Publikum gespielt habe. Jetzt, wo ich älter bin, möchte ich in Filmen mitspielen. Zig mal habe ich mich bei verschiedenen Schauspielagenturen beworben. Oft kam nicht einmal eine Antwort zurück. Das war extrem demotivierend. Eine Zeit lang dachte ich wirklich, dass ich wohl einfach doch nicht das Zeug zur Schauspielerin habe und, dass ich mir einen anderen Traum suchen muss, den ich verfolgen kann. Trotz solcher Niederlagen habe ich es aber nie wirklich übers Herz gebracht, diesen Traum einfach wegzuwerfen. Und so habe ich angefangen zu kämpfen. Weiterhin habe ich fleißig Bewerbungen an Agenturen verschickt, bei Castings mitgemacht und mich auch sonst mit Menschen umgeben, die auch diesen Traum haben oder ihn sogar schon leben dürfen. Schritt für Schritt gehe ich meinen Weg und ich weiß, wenn ich dran bleibe, werde ich es irgendwann schaffen. Letzte Woche habe ich an einem Camera Acting Workshop teilgenommen, um besser zu werden, um noch mehr zu lernen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass man alles schaffen kann. Das klingt so unglaublich kitschig und unrealistisch, ich weiß. Aber wir Menschen sind zu so vielem fähig, wenn wir unser Denken auf das Positive einstellen und nicht auf das Negative. Wenn du anfängst dich zu fühlen, als hättest du etwas schon, dann wird es auch früher oder später zu dir kommen. Weil du daran glaubst. Weil du etwas dafür tust, es zu erreichen. 

Ein anderer Traum, den ich habe, seit ich 13 Jahre alt bin, ist es, einen eigenen Kanal auf YouTube zu haben. Für eine lächerlich lange Zeit habe ich mich nicht getraut, das wirklich durchzuziehen. Ich habe mich immer nur darauf konzentriert, was andere davon halten würden, wie mein Umfeld darauf reagieren würde. Dauernd dachte ich an das Negative – habe mir vorgestellt, wie sich Menschen über mich und meine Videos lustig machen. Dann, im Mai, nachdem ich endlich mein Abitur gemacht habe, habe ich es einfach gemacht. Ich habe mir einen Kanal angelegt und auch bald einfach mal so drauflos gefilmt. Perfekt waren (und sind) meine Videos mit Sicherheit nicht, aber es geht mir nicht um Perfektion. Genauso wenig geht es mir um die Anzahl der Abonnenten oder Aufrufe. Ich mache es, weil es mein Traum war und, weil es mir Spaß macht, mich auf diese Weise kreativ auszuleben. (Mein Kanal 😉 )

Jetzt, im Dezember, habe ich mir noch einen letzten kleinen Traum erfüllt. Da ich wirklich sehr gerne male und zeichne, habe ich mir überlegt, einen eigenen kleinen Shop auf Etsy anzulegen, einfach mal so, um zu sehen, wie es wäre. Dort biete ich jetzt selbstbemalte Karten an, ob für Weihnachten, oder nur so. Ob überhaupt jemals jemand eine davon kaufen wird, weiß ich nicht. Klar, das wäre schön, aber allein der Fakt, dass ich es gemacht habe, weil ich die Idee hatte und es mich in diesem Moment erfüllt, macht mich stolz. (Hier könnt ihr mal reinschauen 🙂 )

Was ich sagen will, ist, dass man sich einfach trauen muss. Wenn man etwas vorhat, etwas unbedingt ausprobieren will aber sich nicht traut, weil man sich zu viele Sorgen macht – wie soll das einen dann weiter bringen? Es ist doch egal, ob von Anfang an alles so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat, oder nicht. Das Wichtigste ist der Prozess, Dinge einfach mal in Angriff zu nehmen, weil man es will. Und wenn man das dann macht, dann kann man schon stolz auf sich sein.

Stolz sein auf mich selbst. Das ist eine Sache, die mir wirklich sehr schwer fällt. Vielleicht liegt es daran, dass ich mir immer so viel vornehme. Aber ich fange langsam an, dieses Gefühl von Stolz zuzulassen und mir selbst auch mal zu sagen “Das hast du gut gemacht.” Im Endeffekt ist es so – wenn man nicht selbst 100% an sich glaubt, warum sollten es dann andere für einen tun?

Mittlerweile sage ich mir immer öfter: ich kann alles erreichen. Das soll nicht eingebildet klingen – es ist ganz schlicht und einfach wahr. Unser Verstand, Körper und Geist haben eine unglaubliche Power in sich – man muss nur lernen, diese Power auch auszuschöpfen, auf sich selbst zu hören, sich zu motivieren und nicht auf alle anderen zu schauen.

Das weiß ich jetzt und ich gebe mein Bestes, es genau so umzusetzen. 🙂

Always remember to fall asleep with a dream and wake up with a purpose.

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