Eine Liste kleiner Dinge – oder ein Guide zum Durchatmen.

Manchmal ist es wirklich gar nicht so einfach, sich im Dschungel des Arbeitsalltags zurecht zu finden und sich auch mal Zeit für sich freizuschaufeln. Ich selber muss zugeben, dass ich es ziemlich oft schlichtweg vergesse, mich auszuruhen, mir Zeit zu nehmen, um mich mit meinen eigenen Gedanken auseinanderzusetzen oder auch mal nichts zu tun. Es gibt einfach immer irgendwas, was ich gerade zu tun habe. Das resultiert dann natürlich oft darin, dass ich mich durchgehend irgendwie fertig und müde fühle, was wiederum dazu führt, dass sich meine Gedanken als nicht ganz so positiv entpuppen (oder eher gesagt als sehr sehr negativ…).

Abends, wenn ich dann endlich im Bett liege und mich eigentlich entspannen will, schwirren diese negativen Gedanken dann permanent in meinem Kopf herum und rauben mir den Schlaf. Wenn der Wecker dann am Morgen klingelt, fühle ich mich unausgeschlafen und kraftlos und so setzt sich dieser Teufelskreis dann fort. Dieses Phänomen kommt wahrscheinlich vielen von euch bekannt vor. Zu viele Aufgaben, zu wenig Tag.

WAS SOLL MAN DAGEGEN TUN? 

Ich persönlich versuche immer, erstmal ganz ruhig an die Sache ranzugehen und mir meine vorherrschende Situation erstmal anzuschauen, wenn ich merke, dass etwas nicht passt. Dann versuche ich mit Hilfe von Fragen und deren Antworten meinen Tagesplan ein wenig umzustrukturieren, sodass ich wieder etwas Luft habe und (ganz wichtig!) wieder entspannen kann. Fragen, die ich mir stelle:

  • Was muss bis wann erledigt werden?
  • Wo kann ich Pausen einlegen und für wie lange?
  • Gehe ich genug an die frische Luft?
  • Wie viel Freizeit habe ich im Moment und wie viel Freizeit hätte ich gerne / brauche ich?
  • Fühle ich mich ausgeglichen und wenn nicht, was kann ich tun, um das zu erreichen?
  • Vernachlässige ich mich im Moment selbst?
  • Vernachlässige ich Familie / Freunde?
  • Ist die Situation wirklich so schlimm, wie sie mir vorkommt?

Es ist wichtig, sich bei der Beantwortung dieser Fragen nicht zu hetzen und ehrlich zu sein. Das ist wirklich eine gute Übung, die einen total zum reflektieren bringt. Außerdem ist es durch die Antworten viel leichter, etwas an seiner Situation zu ändern und wieder glücklicher, mit weniger Stress durchs Leben zu spazieren.

FRAGEN BEANTWORTET. UND JETZT?

Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber ich bin ein sehr organisierter Mensch (meistens jedenfalls). Ich plane gerne, weil ich mich dann besser auf alles einstellen kann, was mich erwartet. Außerdem fühle ich mich dann sicherer und deutlich produktiver, weil ich eine Liste habe, die ich abarbeiten kann, bis alles wichtige erledigt ist.

Genau aus diesem Grund habe ich angefangen, mir alles, was ich machen muss aufzuschreiben. Meinen Stundenplan für die Uni trage ich zum Beispiel immer gleich in meinen iPhone Kalender ein (sonstige wichtige Termine auch – Babysitten usw.). Ansonsten habe ich vor einigen Monaten damit begonnen, ein sogenanntes Bullet Journal zu führen (da muss aber noch deutlich mehr Regelmäßigkeit rein). Das gefällt mir als kreative Seele sehr gut, weil ich mich da wirklich ausleben kann und der Kalender dann gleichzeitig perfekt an meine Bedürfnisse angepasst ist. Jedes Mal, wenn ich eine neue Kalenderseite gestalte, fühle ich mich total inspiriert (für alle die nicht wissen, was genau ein Bullet Journal ist und wie das Konzept funktioniert – hier die Seite, die alles erklärt).

Grundsätzlich würde ich es jedem empfehlen, irgendeine Art von Plan oder Liste zu haben, weil es einfach sehr unterstützt. Klar, es beansprucht ein wenig Zeit, sich erstmal alles aufzuschreiben und einzuteilen, wann man was machen will. Im Endeffekt spart man aber fast immer Zeit, weil man nicht so viel davon verschwendet, indem man darüber nachdenkt, was man als nächstes erledigen sollte.

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LISTE ABGEARBEITET. WIE GEHT ES WEITER?

Wenn ich dann abends (oder nachmittags, oder wann auch immer) mit allem fertig bin, was ich zu tun hatte, dann geht es ans Entspannen (noch ein kleiner positiver Punkt am planen: wenn alles abgearbeitet ist, muss man sich um nichts mehr Sorgen machen und kann einfach loslassen und den Rest des Tages genießen 🙂 ).

Wie ich aber schon am Anfang dieses Posts erwähnt habe, fällt mir das entspannen und (vor allem) einschlafen gar nicht so leicht. Negative Gedanken schleichen sich meistens irgendwie doch in meinen Kopf ein, egal, ob ich nun alles erledigt habe, oder nicht. Die Palette ist groß – von Selbstvorwürfen nach dem Motto „Du hast nicht genug getan“ bis hin zu Gedanken an Unfälle, Ängste und Tod ist alles dabei. Es kann vorkommen, dass ich über Stunden hinweg einfach so daliege und trotz immenser Müdigkeit einfach nicht einschlafen kann.

WIE SOLL MAN SOLCHE GEDANKEN VERSCHEUCHEN?

Mit der Zeit habe ich mir ein paar Tricks angeeignet, die ich mittlerweile so ziemlich perfektioniert habe (erwartet nicht zu viel – weltbewegend sind sie nämlich auch wieder nicht, aber sie helfen zumindest mir und vielleicht werden sie auch einigen von euch helfen).

Das Erste, was mir definitiv hilft, ist, mir meine Gedanken aufzuschreiben. Ich führe ein Notizbuch – ich sage bewusst nicht Tagebuch, weil ich mir nicht täglich aufschreibe, was so passiert ist, oder was ich denke, sondern nur bei Bedarf. In dieses Buch schreibe ich teilweise, wenn ich etwas loswerden will. Überwiegend schreibe ich dort aber meine Hoffnungen, Wünsche und Ziele auf. Wie einige von euch vielleicht wissen, glaube ich an das Universum und daran, dass man sein Leben so gestalten kann, wie man es will, wenn man nur an das glaubt, was man erreichen will. Es ist also sehr motivierend, wenn man nach einiger Zeit seine vergangenen Einträge liest und sieht, was man schon erreicht hat.

Eine weitere Methode hat auch wieder etwas mit der eigenen Einstellung zum Leben und zu seinen Zielen zu tun. Gleichzeitig ist es wie eine kleine Meditation. Vor einiger Zeit habe ich auf YouTube Videos zum Thema „Law of Attraction“ („Gesetz der Anziehung“) gesucht und einen wirklich tollen (englischen) Kanal gefunden: YouAreCreators . Auf diesem Kanal sind zahlreiche Motivationsvideos zu finden, die wirklich sehr überzeugend sind. Ein Bestimmtes hat es mir aber wirklich angetan – How To Manifest Anything! – Very Powerful Tool! (Law Of Attraction) . Das Video ist so eine Art geführte Meditation, die helfen soll, sein aktuell größtes Ziel zu manifestieren. Vor allem abends ist das toll, wenn man sich wirklich darauf einlässt. Jedes Mal, wenn ich mir das anhöre, fühle ich mich danach extrem motiviert und inspiriert – und kann dann auch wirklich besser einschlafen.

Das Letzte, was ich euch noch ans Herz legen möchte ist vermutlich auch das Wichtigste / Effektivste. Ich persönlich nenne diese Methode „Eine Liste kleiner Dinge“. Das Ganze funktioniert wie folgt:

Ich denke an Dinge, die mich glücklich machen (nichts Weltbewegendes, habe ich ja gesagt). Wichtig ist, dass diese Dinge mich oft umgeben und nichts „seltenes“ sind. Mit einem Beispiel wird das wahrscheinlich verständlicher:

Was mich glücklich macht:

  • Sonnenschein
  • Der Geruch, nachdem es geregnet hat
  • Tee
  • Umarmungen von Menschen, die mir wichtig sind
  • Schreiben
  • Geschenke machen
  • Herbstblätter
  • Musik 
  • wenn der Himmel wolkenlos ist 

Das sind natürlich nur einige Beispiele. Vor allem anfangs kann man sich etwas seltsam vorkommen, wenn man so eine Liste kleiner Dinge anlegt. Das Gute ist aber, dass man wirklich über seinen Alltag nachdenkt und merkt, wie viele Dinge es gibt, die einen eigentlich glücklich machen würden, wenn man sie nicht durch den Alltagsstress übersehen würde.

IMMER POSITIV DENKEN…

ist wirklich das Wichtigste und auch das Schwerste. Auch ich schaffe das nicht immer (was ja auch total menschlich und normal ist). Der Clue ist einfach, dass man eine „aktive“ Denkweise annehmen sollte, sich aktiv dafür entscheiden sollte, sich auf das Positive zu konzentrieren und nicht das Negative. Denn egal wie auswegslos einem Situationen manchmal erscheinen mögen, egal, wie weit Ziele entfernt sein mögen, es gibt immer eine Lösung und immer einen Weg.

aahappy

Quelle

Ich hoffe wirklich, ich kann einige von euch mit dem, was ich hier so veröffentliche ein wenig inspirieren. Das würde mich wirklich freuen.

xx,

Anna 🙂

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